Ökumenischer Gottesdienst Ottendorf
26. Dezember. Zweiter Weihnachtsfeiertag und zugleich Stephanstag. Den Stephan vor Augen (s. Foto!) konnten wir in der Ottendorfer Kirche auch 2025 unseren schon fast Tradition gewordenen ökumenischen Gottesdienst feiern. Einen eher ungewöhnlichen Gottesdienst diesmal: umrahmt von weihnachtlichen Weisen der Veeh-Harfen, mit einem Kern von wie zu einem Kranz gebundenen persönlichen Erinnerungen von Diakon Wagenhäuser und Pfarrer Duft an Weihnachten in Kinder- und Jugendtagen sowie im Erwachsenenalter. Zeit wurde uns gegeben, Impulse daraus aufzunehmen und uns selbst zu erinnern. Sternenplätzchen durften wir knabbern. (Danke, Frau Klusch!) Das alles hat gutgetan. Noch besser freilich wäre es gewesen, wenn man danach noch ein wenig beisammen geblieben wäre und den einen oder anderen Gedanken hätte weiterspinnen können… WK, 01.01.2026
Die Bauwagenkirche in Reichmannshausen
In Reichmannshausen stand der Bauwagen von Pfarrer Duft dann am 17. August. Dichte, schattenspendende Bäume, das Plätschern von Wasser im Hintergrund, eine hohe Fontäne inmitten des nahegelegenen Sees, dahinter die Umrisse der Reichmannshäuser Dorfkirche - einen idyllischeren Platz für einen Open-Air-Gottesdienst hätte man an diesem Sommersonntag kaum finden können. Dazu Live-Musik von Pfarrer Duft, von Claudia Duft und Peter Lindacher, frohe, entspannte Gesichter bei den zahlreichen Gottesdienstbesuchern – Herz, was willst Du mehr? Passende Lieder natürlich und eine Predigt. Worum ging es da? Um eine Umwertung der Werte, wenn man so will. Am Beispiel von Paulus machte Pfarrer Duft uns klar, dass auch wir in Normen verstrickt sind, die uns von der Gesellschaft, vom beruflichen Umfeld, von der eigenen Familie oder auch von uns selbst auferlegt sind – Normen, die vielleicht gar keinen Wert haben und die uns nur belasten. Von diesen Normen können wir uns lösen, ohne Einbußen zu erleben. Paulus hat das vorgemacht. Geradezu berauscht von seiner Begegnung mit Christus, hat er die Gesetzlichkeit, wie er es nennt, die falschen Normen und Ziele, hinter sich gelassen, hat begriffen, dass er sich bei Gott nichts verdienen kann im Sinne eines Kuhhandels und dies auch nicht muss. Dem Vorbild Christi zu folgen, allein das zählt. Paulus schildert dies mit bewegenden, für uns heute freilich nicht unbedingt leicht zu verstehenden Worten in seinem Brief an die Philipper (Phil. 3, 7 -14). Diese Möglichkeit zu sehen, als Geschenk zu begreifen und anzunehmen – nur darauf kommt es an. So können auch wir in Einklang mit Gott und mit uns selbst kommen und das erleben, was wir gemeinhin Glücklichsein nennen. WK, 21.08.2025

